Verhandeln – eine Kunst, die man lernen kann
Bei Kleinanzeigen ist Verhandeln gang und gäbe. Die meisten Verkäufer kalkulieren bereits einen Spielraum ein. Wer nicht fragt, zahlt oft zu viel.
Grundregeln des Verhandelns
Respektvoll bleiben
Verhandeln ist normal – Feilschen auf Teufel komm raus nicht. Bleiben Sie immer höflich und respektieren Sie die Arbeit, die der Verkäufer in sein Inserat gesteckt hat.Begründungen helfen
Ein Angebot mit Begründung wird öfter angenommen als ein nacktes Preisgebot.Ohne Begründung:"Nehme ich für 50 €." Mit Begründung:"Ich sehe, dass das Gerät bereits 3 Jahre alt ist und das Display leichte Kratzer hat – könnten Sie auf 50 € runtergehen?"
Erfolgreiche Formulierungen
Sanfter Einstieg:
"Ich bin sehr interessiert – haben Sie noch etwas Spielraum beim Preis?"
Direktes Angebot:
"Ich kann Ihnen [Betrag] € anbieten – ich könnte es noch heute abholen."
Mit Begründung:
"Der Artikel gefällt mir gut. Ich habe ähnliche Angebote für [X] € gesehen – wären Sie mit [Y] € einverstanden?"
Schnelle Abholung als Argument:
"Wenn wir uns auf [Preis] € einigen, kann ich innerhalb der nächsten 2 Stunden vorbeikommen."
Wie viel Rabatt ist realistisch?
Für "VB"-Artikel (Verhandlungsbasis): 10–20% Nachlass ist üblich. Für Festpreisartikel: Selten Verhandlungsspielraum – nachfragen schadet aber nie. Bei langen Standzeiten: Mehr Spielraum, da der Verkäufer bereits wartet.